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Niederschlagswasser & versiegelte Fläche

Bedingt durch die umfassende Änderung des Hessischen Wassergesetzes (HWG) zum 01. Januar 1990 mussten auch die Abwassergebühren neu gestaltet werden. Das HWG definierte hier erstmals Niederschlagswasser, welches von befestigten Flächen abfließt und dem Kanal zugeführt, wird als Abwasser.

Dies führte dazu, dass mit dem bisher gültigen „Frischwassermaßstab“ in der Regel nicht mehr der Grundsatz des § 10, Abs. 3, des Kommunalen Abgabengesetzes eingehalten werden konnte, nachdem die Gebühr nach Art und Inanspruchnahme der Einrichtung zu bemessen ist (Äquivalenzprinzip).

Um diesem Sachverhalt Rechnung zu tragen und die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, wurde zum 01.01.1998 die gesplittete Abwassergebühr in Aßlar eingeführt. Im Lahn-Dill-Kreis war Aßlar eine der ersten Kommunen, die diese gesetzliche Forderung in die Praxis umgesetzt haben.

Als Maßstab für die Niederschlagswassergebühr wurde die bebaute und künstlich befestigte Fläche, die an die öffentliche Abwasseranlage angeschlossen ist, gewählt

Die bebaute und künstlich befestigte Fläche ist gemäß § 24 Abs. 1 der Entwässerungssatzung der Stadt Aßlar der Gebührenmaßstab für das Einleiten von Niederschlagswasser in die Abwasseranlage. Pro m² versiegelte Fläche wird eine Gebühr erhoben.

Eine Aufstellung der Flächen ist gemäß § 24 Abs. 1 Satz 2 vom Grundstückseigentümer vorzulegen. Änderungen sind ebenfalls anzuzeigen.