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Wasserzähler

§ 10 der Wasserversorgungssatzung der Stadt Aßlar verpflichtet die Stadt, die dem Kunden zur Verfügung gestellte Wassermenge durch Messeinrichtungen („Wasserzähler“) zu ermitteln.

Der Wasserzähler verbleibt im Eigentum der Stadtwerke Aßlar er wird in der Regel alle 6 Jahre gemäß den Vorgaben des Eichgesetzes ausgewechselt. Die Eichfrist ist auf jedem Messgerät vermerkt.

Die Stadtwerke Aßlar stellen im Zeitraum von 2014 bis 2019 auf ein neue Zählergeneration um. Es werden nur noch zur Fernauslesung geeignete, berührungslose Ultraschallzähler eingebaut.

Die Umstellung von Flügelradzählern auf Ultraschallzähler wird auch auf Grund der geänderten Trinkwasserverordnung vom 30.11.2013 notwendig. Die herkömmlichen Zähler sind pulverbeschichtet, um eine Trennschicht zwischen Messingwerkstoff und Trinkwasser zu garantieren. Weiterhin zeigen die alten Zähler ein Nachlaufverhalten im Start / Stopp Betrieb, dies kann zu geringfügigen Messfehlern führen.

Die neuen Ultraschallzähler haben gegenüber den alten Zähler noch viele weitere Vorteile.

  • Die Ultraschallzähler werden nicht wie bisher alle 6 Jahre, sondern können im Regelfall 12 - 15 Jahre eingebaut bleiben.
  • Die Ultraschalltechnologie zeichnet sich durch ihre besondere Genauigkeit und Langlebigkeit aus.
  • Es kommen keine beweglichen Teile (Flügelräder) mehr zum Einsatz.
  • Es wird eine Fernauslesung durchgeführt, die Ablesekarten entfallen. Durch den Einsatz der Ultraschallzähler ist der Zutritt zum Zähler bzw. die Mitteilung des Zählerstandes durch den Kunden nicht mehr notwendig.
  • Die Zähler werden jeweils termingerecht zum 31.12. eines Jahres abgelesen, es sind keine Hochrechnungen mehr notwendig.
  • Die Datenprotokolle der letzten 460 Tage sind mit Einverständnis des Kunden auslesbar.
  • Leckagen und unnormale Verbräuche werden erkannt.
  • Ein großes übersichtliches Display ermöglicht dem Kunden eine gute Sichtkontrolle über den Verbrauch in m³, Durchfluss in m³/h, Datum / Uhrzeit, Leckage, Fehlermeldung, Batteriezustand, sonstiger Alarm.

Nur Ihr Versorger, die Stadtwerke Aßlar, erhält den Zugang zu den Daten, wodurch der Datenschutz gewährleistet wird

Es ist empfehlenswert, die Wasseruhr bei ungewöhnlichen Ereignissen in der Hausinstallation, ansonsten monatlich zu kontrollieren.

Wie bisher entstehen dem Grundstückseigentümer für den Austausch keine zusätzlichen Kosten, sofern eine DIN - gerechte Wasserzähleranlage installiert ist.

Sollte beim turnusmäßigen Zählerwechsel durch unsere Mitarbeiter festgestellt werden, dass die Hausinstallation nicht den Vorgaben der Wasserversorgungssatzung der Stadt Aßlar entspricht, werden wir dem Grundstückseigentümer mitteilen, das die notwendigen Installationen kurzfristig durch einen zugelassenen Installateur vornehmen zu lassen sind.

Meist ist es die fehlende Sicherheitsarmatur, die das Zurückfließen des Wassers aus der Hausinstallation verhindern soll, die fehlt.

Gemäß § 5 (3) der Wasserversorgungssatzung der Stadt Aßlar sind Wasserverbrauchsanlagen so zu betreiben, dass störende Rückwirkungen auf die Wasserversorgungsanlage oder Auswirkungen auf die Güte des Trinkwassers ausgeschlossen sind. Aus diesem Grund müssen nach § 5 (1) Wasserverbrauchsanlagen nach den anerkannten Regeln der Technik hergestellt, unterhalten und betrieben werden.

Die für die Wasserverbrauchsanlagen maßgebende technische Regel ist die DIN EN 1717 in Verbindung mit der DIN 1988 – 100. Diese schreiben vor, dass um störende Rückwirkungen zu vermeiden, unmittelbar hinter dem Wasserzähler, auch bei bestehenden Anlagen, eine Sicherheitsarmatur, mindestens Klasse EA (Rückflussverhinderer) eingebaut werden muss.

Häufig ist es auch die fehlende Halterung, die den Umbau der Zähleranlage nötig macht. In der DIN EN 806 – 2 heißt es unter 11. Leitlinien für Wasserverbrauchsanlagen, Punkt 3, wie folgt: „Wasserzähleranlagen sind so auszuführen, dass die beim Wechsel des Zählers oder von anderen Bauteilen auftretenden Spannungen gering gehalten oder von der verbleibenden Leitungsanlage sicher aufgenommen werden.“

Die nationale Ergänzungsnorm DIN 1988 – 200 führt unter 11.3 weiter aus, das „bei Neuanlagen und bei Veränderungen alter Anlagen ... Halterungen, z. B. Wasserzählerbügel, für Hauswasserzähler einzubauen [sind]“.

Die in den vorgenannten Fällen anfallenden Reparaturkosten sind grundsätzlich vom Grundstückseigentümer zu übernehmen.

 

Blinkender Infocode:

LEAK:
Während den letzten 24 Stunden ist permanent Wasser durch den Zähler gelaufen. Dies könnte auf einen undichten Wasserhahn oder ein laufenden Spülkasten hinweisen.

BURST:
Der Wasserverbrauch ist eine halbe Stunde ständig hoch gewesen, was auf einen Rohrbruch hinweist. 

TAMPER:
Manipulationsversuch, der Zähler ist nicht mehr für Abrechnungszwecke gültig. – Die Stadtwerke sind umgehend zu informieren.

DRY:
Der Zähler ist trockengelaufen, in diesem Fall wird nicht gemessen.  

REVERSE:
Das Wasser läuft in der falschen Richtung durch den Zähler