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Geschichte und Wappen

Am 16. November 1978 wurden Aßlar die Stadtrechte verliehen.
Der Ort Aßlar fand bereits im Jahre 782/83 anlässlich der Nennung in einer Schenkungsurkunde im Lorscher Codex Erwähnung. Dort wird es als „in Aslare marca“, in der Gemarkung Aßlar, die „in pago Logenehe“ im Lahngau liegt, beschrieben.

Wie viele andere Orte entwickelte sich Aßlar aus einigen großen Höfen, gelegen an den Bachläufen, über die Industrialisierung vor dem 1. Weltkrieg zu einer Größe von ca. 5.000 Einwohnern, wobei es immer mit dem am jenseitigen Dillufer gelegenen Ortsteil Klein-Altenstädten eine Gemeinde bildete.
Mit der Aufnahme von ca. 1.500 Heimatvertriebenen nach dem 2. Weltkrieg und der Eingliederung der Gemeinden Bechlingen, Berghausen, Bermoll, Oberlemp und Werdorf mit Abschluss der Gebietsreform 1977 erreichte Aßlar jetzt seine jetzige Größe.

Die Genehmigung zur Führung eines Wappens und einer Flagge erhielt der Ort in den Jahren 1959 bzw. 1969 durch die Hessische Landesregierung.
Farben und Heraldik des Wappens sind weitestgehend zurückzuführen auf die Grafen von Solms und die Herren von Bicken (Löwe und Raute), die während des gesamten Mittelalters das Leben in unserer Gemarkung bestimmten.
Die Haselnuss im oberen Teil weist auf die Auslegung der Entstehung des Ortsnamens hin – „Haselare“. So nannte man in frühgeschichtlicher Zeit eine mit Haselruten abgegrenzte heilige Stätte.

An dieser Stätte, die hoch über dem Tal auf einem Felsvorsprung lag, bauten die Aßlarer schon vor über 1.000 Jahren eine Kirche. Unterhalb der Kirche entwickelte sich am Bornbach die kleine Siedlung weiter, begünstigt durch die in der Nähe vorbeiführende Fernstraße „Hohe Straße“ (von Wetzlar ins Siegerland).
Die Kirche steht – mehrfach umgebaut – noch immer dort und liegt heute im Ort.

Für die Entwicklung Aßlars spielten vor allem die Eisenerzvorkommen des Lahn-Dill-Gebietes eine große Rolle.
Schon 1314 wird eine Erzgrube bei Aßlar erwähnt. Das Erz wurde zuerst in Waldschmieden verarbeitet. Die Grafen von Solms, die Landherren im Mittelalter bis 1806, legten im 16. und 17. Jahrhundert einige Hüttenwerke an. Graf Konrad gründete 1587 so auch die Aßlarer Hütte. Die Hütte zog viele Handwerker aus anderen Gegenden an. Auch verwandtes Gewerbe konnte sich durch die Eisenverhüttung entwickeln, wie z.B. der Glockenguss. Durch die Herstellung von Glocken, Gussöfen, Draht und Kanonen hatte Aßlar über viele Jahrzehnte überregionale Bedeutung.

Die Böden rund um Aßlar waren nicht von besonders guter Qualität, so dass man durch Landwirtschaft „nicht reich“ werden konnte.
Der Scherzname (Uzname) der Aßlarer ist daher wohl auch „Hoawwerbeller“ (Haferbettler). Allerdings trifft dies nicht auf alle Aßlarer zu, denn man trennte diese nach „hewwer en drewwer“ („hüben und drüben“) von der Dill; das „eigentliche“ Aßlar, rund um die Kirche, und das 2 km entferne, südlich der Dill gelegene Klein-Altenstädten. Dort sind die „Kietzeleu“ zu Hause. Es wurde 1279 in einer Schenkungsurkunde an den Deutschen Orden in Marburg erstmals urkundlich erwähnt. Ohne eigene Kirche oder Kapelle und ohne eigenen Schultheißen gehörte es gemeindlich jedoch zu Aßlar.